Schöne Urlaub im Hotel Kanta
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Schöne Urlaub im Hotel Kanta
Ich habe es anscheinend mit Hotels....
Das El Kanta in Port El Kantaoui.
Das ist ein ganz tolles Hotel inmitten absoluter Super-Paläste in einem Nobelort. Nobelort meine ich im Verhältnis zum armen Land Tunesien.

Aber von vorne.
Man fährt komplett durch den Ort Sousse hindurch und nach ca. 20 Minuten Fahrt gelangt man in den kleinen Ort Port El Kantaoui.

Was sofort auffällt, das ist die absolute Sauberkeit, die in diesem kleinen Örtchen (7 Hotels) herrscht. Im Verhältnis zu Sousse, wo es normal ist, wenn ein Penner seinen Penis aus der Hose hängen hat, ein anständiger Ort. Das mit dem Penis ist echt gesehen und nicht erzählt worden.

In Port El Kantaoui wird man keine Penner, Sozialfälle oder Fakire finden denn der Ort wird ständig von Polizeistreifen ordentlich gehalten. Das ist auch kein Wunder, ist doch das Kanta eines der am wenigsten dekorierten Sterne in Port El Kantaoui. Umher geht es mit 5 Sternen zur Meisterschaft. Ein Palast neben dem anderen. Und das meine ich wörtlich. Total große, saubere und teils orientalisch geformte Luxus-Kappellen.

Das Kanta ist das einzigste in Port El Kantaoui wo man in Badesachen durch die Hotelhalle laufen darf. Ich weiß es deswegen, weil ich mit einem Freund dort war und wir uns aus Spaß mal die anderen Hotels zeigen ließen. Alle Gäste in Stoffe gehüllt.

Port El Kantaoui besitzt einen kleinen aber sehr schönen Jachthafen. Jetzt aber bitte nichts vorstellen, was nur im Ansatz an Miami Vice und die Rennboote erinnert. Der Hafen bietet Platz für 20 kleinere Boote und Jachten. Um das Hafenbecken herum ein Lokal, eine Bar, ein Trödelladen, eine Bank, eine Boutique, usw. neben der anderen. Daß hier am Tag nichts los ist außer Siesta dürfte außer Frage stehen. Aber hier gibt es auch eine Post und einen Telefonladen (nein, nicht zum Handykauf sondern um zu telefonieren).

Zum Spazierengehen lädt dieser Top-gepflegte Hafen allemal ein. Hier gehts erst ab 20 Uhr rund. Und ich meine richtig rund. Die Lokale sind voll, Banken haben bis 23 Uhr offen, Künstler malen Portraits im Hafen und Feuerschlucker und sonstige Akrobaten (Clowns, Phantomime, u.a.) wie auch Musiker (keine Größen) geben hier ihr bestes.

Direkt am Eingang des Jachthafens ist ein kleiner Edeka (er heißt freilich anders). Und ich meine wirklich klein. Bitte unbedingt aufpassen, welches Wasser man sich kauft, da auf fast allen GAS draufsteht aber in den wenigsten wirklich Kohlensäure drin ist.

Es ist verboten, Lebensmittel (hauptsächlich Getränke) von draußen mit ins Hotel zu nehmen. Hin und wieder achtet die Wache sogar drauf. Aber, anscheinend wollen die betrogen werden, wir kauften ein, stopften alles in einen Rucksack und schmuggelten alles über das Treppenhaus nach oben. Ich im Treppenhaus und meine Freundin holte derweil die Schlüssel.

Und einen Laden für Postkarten, Sonnencremes, blabla findet man auch direkt am Eingang des Hafens. Auch falls man mal ein Taxi sucht findet man stets am Eingang des Hafens das Gewünschte. Aber auch hier gilt AUFPASSEN.
Nicht jedes Taxi fährt nach Sousse, das ist der nächstmögliche große Ort (er ist wirklich groß).
Darum nach "SOUSSE" fragen und nicht denken "A....loch", wenn der Fahrer verneint.

Etwa 100 m entfernt kommt nun unser eigentliches Ziel. Einer Linkskurve folgend errecht man den Haupteingang des Kanta. Aber bitte nicht an diesen Eingang gewöhnen. Kaum ein Tourist, der das Hotel durch diesen Ausgang verläßt. Es sei denn die Ankunft, die Abreise oder ein Busausflug.

Bevor man die vorher beschriebene Linkskurve einschlägt fällt dem wachen Beobachter eine Gartenpforte auf. Sie wird bewacht und ist für die Hotelgäste gedacht. Das reimt sich sogar :-))

Das Hotel an sich ist die Sauberkeit hoch 3. Wirklich top sauber. In der Hotelhalle sogar ein kleiner Springbrunnen, der jeden Morgen mit frischen Blumen reichlich und liebevoll verziert wurde.

Unser Zimmer im 3. Stock war die Wucht in Tüten. Ein einladendes Zimmer mit 2 getrennten Matratzen. Es gibt dort kein Bett. Nein, nicht erschrecken, das haben die clever gelöst. Statt ein Bett aufzustellen, haben sie einfach bis zur Betthöhe Zement gegossen (oder Steine bearbeitet)und dann 2 Matratzen draufgelegt. Absolut bequem und garantiert kein Quietschen... bei was auch immer ;-))

Die Minibar ist reichlich gefüllt, mit allerlei Sorten Getränke. Aber bitte aufpassen. Egal ob man auf dem Zimmer ist oder nicht, die Bar wird jeden Tag aufgefüllt. Zu unterschiedlichen Zeiten. Und es wird dabei Nachweis geführt, was man alles vertrunken hat. Einer füllt auf und der andere schreibt. Also aufpassen...falls man gerade keinen Besuch vertragen kann - lieber das "Nicht stören"-Schild vor die Tür hängen.

Und in dem Zusammenhang: uns wollte man beim Auschecken mit der Minibar betrügen, vielleicht war es auch wirklich nur ein Versehen. Man hatte uns Champagner und Wein berechnet, den wir nie genommen hatten. Wir trinken beide keinen Alkohol und sollten dafür bezahlen

Das Bad ein großer Traum dieser Raum. Knapp 3m*5m groß mit einer Tür, die gleichzeitig die Toilettentür ist. Macht man die Bad-Tür auf, schließt man das Klo. Und ein riesiges Waschbecken mit großen Ablageflächen. Der Spiegel 1,5m * 3 m. Wahnsinn.

Das Zimmer hat Sat-TV und die üblichen Deutschen Kanäle (RTL, SAT1, KABEL). Mit Klimaanlage, die ausgeht, wenn man die Balkontür öffnet. Klemmt man aber was zwischen diese Tür, bleibt auch die Anlage an.

Gehen wir mal essen. Ein großer Speisesaal mit einer noch größeren Terrasse. Ein gewaltiges Frühstücksbuffett gilt es zu verdrücken. Was soll ich groß aufzählen ? Es war ja alles da. Auch ein äußerst reichhaltiges Kuchenbuffett.

Das Abendessen spielte sich im gleichen Saal ab. Allerdings durfte man zwischen 3 Gerichten wählen und dazu wieder Vor-und Nachspeisenbuffett. Für Männer sind lange Hosen angesagt.

Einmal die Woche gab es einen Tunesischen Abend mit entsprechendem Essen wie Couscous (ein Griesgericht) verdammt lecker mit Hammelfleisch. Natürlich gab es auch das normale Essen, da das einheimische Essen ja nicht jedermanns Magen ist.

Gehen wir mal nach draußen. Sehr schöne gepflegte Gartenanlage mit einem absolut-sauberen Pool. Er lädt wirklich zum Aussaufen ein. Ein kleines Babyplanschbecken ist auch vorhanden. Eine große Liegewiese lädt zum Sonnenbaden ein.

Am Tag der Abreise wurden wir erneut sehr sehr angenehm überrascht. Wir sollten um 6 Uhr Früh abgeholt werden und hatten uns den Wecker für 4 Uhr gestellt. Und um 5 Uhr klopfte es an die Tür und 2 Kellner in Uniform rollten breit strahlend einen Servierwagen ins Zimmer. Unter 4 blitzeblank gewienerten Essensglocken kam ein ausgiebiges und reichhaltiges Frühstück zum Vorschein. Mit allem, was dazugehört. Nun war das Problem, dass wir den Abend zuvor schon die ganze Währung ausgegeben hatten und nun keinen Cent mehr für unsere Kellner hatten. Wir waren beide verschämt. Aber die beiden machten uns mit Gesten und mit einem nicht enden wollenden Lächeln klar, dass sie diese Situation gewohnt sind und es nicht zum ersten Mal taten. Sie waren es gewohnt, den Gästen vor der Abreise „die letzte Ölung“ zu servieren und sie wussten, dass sie kein Geld erwarten konnten.

Ich muß nur noch ein letztes Wort auf Taschendiebe verwenden. Es kann sein, dass Ihnen auf dem Weg vom Hotel zum Hafen ein paar kleine Kinder kleine Blumensträußchen verkaufen wollen. Wehren Sie ab, dann drücken Ihnen die Kinder den Strauß in die Hände und halten die Hände auf. Geben Sie ihnen die Sträuße wieder zurück, nehmen die Kinder einen Abstand von gut 2 Metern ein. Das einzige, was sie vor ihren Eltern (oder Zuhältern) schützt (denn die kommen nach einer gewissen Zeit von selbst...): legen Sie die Blumen einfach auf den Boden vor sich und gehen Sie weiter. Irgendwann verlieren die Kinder das Interesse an Ihnen. Diese Kinder kommen außerdem nur, wenn die Polizei gerade mal um die Ecke gebogen ist.

Kommt auch vor, dass die Polizei die Kinder erwischt. Dann setzt es ein schallendes Wortgefecht...freilich in der Landessprache. Wer weiß, was die den Kindern wirklich erzählen...?!?? Dann ziehen sich die Kinder zurück, als wären sie ermahnt worden.

Der Strand ist übrigens in keinster Weise zu empfehlen, da dieser gerade mal 60 cm breit und absolut dreckig ist. Man findet ihn übrigens in kleinen Seitengässchen im Hafen.

Dem Urteil von Blacktiger kann ich mich nicht anschließen. Die Gäste, die den Strand genießen wollten mußten ein paar km mit dem Taxi fahren.

Aber was ich noch als Tip schreiben kann...aber das betrifft den Strand:
Wenn Sie am Strand nach Sousse laufen und da hat Blacktiger Recht, es sind etwa 9 km, sehen Sie irgendwann auf der rechten Seite ein großes Surfbrett im Sand stecken. Daneben ist ein alter Holzverschlag. Da drin ist ein kleiner Sandwichverkäufer. Das Ding sieht zwar aus wie Sau aber diese Burger schmecken sagenhaft. Es ist wirklich nur ein Bretterverschlag, der auf Sand gesetzt wurde und durch eine kleine Durchreiche wird bestellt. Aber es ist selten, dass nur 13 Personen vor Ihnen dran sind. Erwarten Sie wirklich nichts besonderes...außer dem Essen. Und es ist saubillig. 1 Burger, richtig groß und dick belegt, ca. 1 Euro. Wenn es überhaupt soo teuer ist. Der Laden nennt sich AFRIKA.

So, ich habe genug geplaudert. Das Hotel ist zu 100% empfehlenswert.


Ich war in folgendem Hotel: ""
User-Kommentare
Von: (01.09.07)
Deine Sprachauswahl ist ein bisschen schwierig zu lesen, aber im Großen und Ganzen interessant. Wir haben uns den Ort auch angesehen, aber unser Hotel war in Skanes...
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